Sternmut Literatur
Sternmut-Galerie stellt sich vor...

„Selbstbild mit rotem Band“ „K“ wie Kafka. Verschachtelte Figuren. Traumatische Zeichnungen. Und alles „Theater“? Sicherlich wird es nicht leicht sein, diese Bilder, Radierungen, Zeichnungen zu interpretieren, doch ist eine inhaltliche Nähe zu Sternmuts Lyrik zu spüren.

Die Gegenständlichkeit löst sich auf. Die Frage: wie wirklich ist die Wirklichkeit? Sie wird auch hier deutlich, die Fragwürdigkeit der Bilder, des „Augenblicks“, der sich im Gehirn zu einer Vorstellung formt. Auch hier – die fragmentarische Verunsicherung, das Auge – in jedem Bild, das Auge, das sich eine innere Darstellung erschafft – nicht wissen kann, was wirklich ist, nicht wirklich ist.

Ein zentrales Thema von Sternmut. Wie weit ist den Bildern überhaupt zu trauen? Oder den Worten? Sternmut möchte uns zur Aufmerksamkeit führen, möchte uns vorsichtiger sehen. Wo täglich mit Bildern gearbeitet wird, täglich mit Bildern manipuliert wird, täglich die Flut von Bildern unseren Alltag beherrscht. „Ordnung“ titelt Sternmut. „Ordnung“ im Chaos der Bilder. Die „Verpestung“ ist zu sehen.

Und „Der Todesengel“. Die Bomben zeigen die Uhrzeit. Es ist fünf vor Zwölf. Der Mensch hat seine Vernunft noch nicht gefunden. Der „Versuch“ Aber - wie - Bitte - Erziehung - Manchmal versuche ich was, gründlich grundlos grundlos gründlich – „Kein Grund“ steht unten. „Vielleicht – weshalb“. Die Worte sind nicht wichtig. Sie lösen sich selbst auf. Wie die Bilder.



„Parkett“. Ein Mikrokosmos. Was uns bestimmt, es kann nicht bestimmt werden.
„Ritt“ also gut. Dann treiben wir es – irgendwie.
Der „Magier“ ist nicht wirklich. Er spielt sich etwas vor.

Zusatz
„Masken“ und „Neger“ als Covergestaltungen der ersten Gedichtbände
„Augen und Steine“ und
„In hundert Jahren“
Realistische Ansätze in „Mignon“ oder „Abspann“ werden zu „Parkett“, wo der Zufall, die vorgegebene Struktur ein Bild ergibt.

Es gibt keine „Gebrauchsanweisungen“ zu den Bildern. Über den „Versuch“, sich selbst ein Bild zu machen über die Zusammenhänge des Scheiterns an der Art von Wirklichkeit, die sich dem Auge bietet.

Sternmut bleibt sich treu. Seiner Art von Grenzüberschreitung ins Niemandsland.
„Die Jugend stellt die Sinnfrage wieder vermehrt“ lesen wir in „Zeit, Raum 5“
Und: „Ich bin nicht da – will im Boden versinken Ha Ha “
Selbst die dramatische Symbolik weicht aus dem Zusammenhang- will ihre Ernsthaftigkeit im absurden Spiel verlieren.
Bei Sternmut ist alles möglich. Seine Absurdität ist ihm Spielwiese. Er hat sich bereits auf einigen Feldern eingespielt. Nun in Zeichnungen, Radierungen, Bildern.


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